Gräser

 

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Rohrglanzgras

Das Rohrglanzgras bildet unter der Erde lange Ausläufer, wodurch große Bestände entstehen können, die nur von einer einzigen Pflanze abstammen. Diese Bestände findet man dann vorzugsweise an fließenden, sauerstoffreichen Gewässern mit nährstoffreichen Schlamm- und Tonböden. Es enthält aber auch Gramin, das bei grasenden Nutztieren wie Schafen eine giftige Wirkung hat. Daher hat man begonnen, Kultursorten des Rohrglanzgrases zu züchten, die kein oder nur geringe Mengen Gramin enthalten. Beim Thema Umweltschutz gerät es seit einiger Zeit in den Blickpunkt. Da es als Energiepflanze mit hohem Biomasseertrag gilt, soll es zunehmend als Lieferant für Festbrennstoffe in Briketts und Pellets etabliert werden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schilfrohr kleiner

 

 

 

Schilfrohr

Das Schilfrohr, kurz Schilf genannt, gilt als Charakterpflanze der Röhrichtzone an Seen und langsam fließenden Gewässern. Es kann bis zu 20 Meter lange Ausläufer bilden, daher bestehen große Schilfansammlungen an Ufern oftmals nur aus einer einzelnen Pflanze. Möchte man das Schilf am eigenen Gartenteich pflanzen, sollte man ihm also besser Grenzen setzen. Es siedelt sich aber auch in Erlenbrüchen, Auenwäldern und Quellmooren an. Besonders an der Nordseeküste verwendet man das Schilf zum Decken von Reetdächern, nachdem es geschnitten, gebündelt und getrocknet worden ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasserschwaden kleiner

 

 

 

Wasserschwaden

Der Wasserschwaden gehört zur Familie der Süßgräser und bildet in sumpfigen Gegenden mitunter große Bestände. Er kann bis zu zwei Meter groß werden und formt unterirdisch ein weitverzweigtes Sprossachsensystem (Rhizom), das für seine Ausbreitung sorgt. Wegen dieser Ausbreitungskraft eignet er sich weniger für private Teichanlagen, sondern eher zur Rekultivierung oder zur Uferbefestigung. In der Regel bildet er in seinen als Röhricht bezeichneten Gesellschaften Reinbestände, der Wasserschwaden ist dort die einzig vorkommende Art.

 

 

 

 

 

 

 

 

Flutender Schwaden

 

 

 

Flutender Schwaden

Auch der Flutende Schwaden gehört zu den Süßgräsern und ist unter den weiteren Namen Manna-Schwaden, Entengras und Grütz-Schwaden bekannt. Er findet sich in stehenden oder langsam fließenden Gewässern, in schlammigen Gräben und Flachmooren, an Quellen, Teichen und Tümpeln. Die Früchte des Flutenden Schwaden enthalten Stärke und wurden früher besonders in Brandenburg und Polen mit Milch und Butter zu sogenannter Schwadengrütze verarbeitet. Die Blätter zeigen sich in sattem Grün, sind bis zu 60 cm lang und schwimmen im Frühjahr und im Herbst oft auf der Wasseroberfläche.

 

 

 

 

 

Rasenschmiele

 

 

 

Rasenschmiele

Die Rasenschmiele ist ein sogenanntes Horstgras, was bedeutet, dass bei ihr viele Triebe eng aneinander stehen. Sie gehört ebenfalls zu den Süßgräsern, bei denen die Bildung solcher Horste als charakteristisch gilt. In freier Natur wächst sie auf feuchten Wiesen und in feuchten Wäldern. Gut geeignet soll sie auch zur Verwendung als Zierpflanze an Gartenteichen sein, weil sie sehr hoch wächst und nur wenig Pflege benötigt. Große Ansprüche an ihren Standort stellt sie abseits vom heimischen Garten nicht, in manchen Teilen der Erde wächst sie sogar auf Vulkangestein.

 

 

 

 

 

 

 

  

 

Drahtschmiele

 

 

Drahtschmiele

Die Drahtschmiele kommt weltweit vom Tiefland bis in hochalpine Regionen vor, bevorzugt auf sauren und mageren Böden in Laub- und Nadelwäldern, Magerweiden und Heiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gewhnliches Knuelgras kleiner

 

 

 

Gewöhnliches Knäuelgras

Das Gewöhnliche Knäuelgras kommt in ganz Deutschland vor und blüht von Mai bis Juli. Wer unter Heuschnupfen leidet, hat vielleicht auch schon Bekanntschaft mit seinen Pollen machen dürfen. Das Knäuelgras gilt als widerstandsfähig, ertrag- und nährstoffreich und wird daher gerne als Futtergras verwendet. Auf gut gedüngten Wiesen kann es sich allerdings rasch ausbreiten und andere, weniger konkurrenzstarke Arten verdrängen. Ansonsten wächst es an Wegen und in feuchten Waldschlägen auf frischen, nährstoffreichen Lehm- und Tonböden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sauergräser und Binsen

 

Waldsimse kleiner

 

Waldsimse

Die Waldsimse trägt von Mai bis Juli an den etwa 5 mm langen Ähren kleine Blüten, die vom Wind bestäubt werden. Die Fruchtreife wird im August mit der Bildung kleiner Nüsschen erreicht, die von Wasservögeln oder durch den Wind verbreitet werden. Die bis zu 1 Meter hohe Wildsimse findet man in nährstoffreichen Sümpfen und Niedermooren, auf nassen Wiesen, aber auch in Au- und Bruchwäldern.

 

 

 

 

 

 

 

Flatterbinse

 

 

Flatterbinse

Die Flatterbinse besiedelt Flachmoore und Quellflure, Sümpfe, Nasswiesen, sowie feuchte Kahlschläge und Waldwege. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung und ihrer einfachen Form ohne Stängelknoten sind Binsengewächse Grundlage für verschiedene Redewendungen: so etwa für die Binsenweisheit als eine eigentliche Selbstverständlichkeit, die aber als interessant und neu dargestellt wird. Wenn etwas in die Binsen geht, bezieht sich dies auf einen Ausspruch der Jäger, nachdem die Enten auf der Flucht ins Röhricht verloren waren. Schon die alten Römer machten auf Haarspalterei aufmerksam: nodum in scirpo quaerere („einen Knoten an der Binse suchen“), also Schwierigkeiten zu suchen, wo es gar keine gibt.

 

                                                                                               

 

   

Zarte Binse

 

 

Zarte Binse

Die Zarte Binse wird zur Familie der Binsengewächse gerechnet. Sie stammt aber ursprünglich aus Nordamerika und wurde 1824 erstmals in Europa nachgewiesen. Mittlerweile ist sie quasi über den gesamten Globus verteilt und findet sich auch in Australien und Neuseeland. Verdichtete, stickstoffreiche und schwere Böden verträgt sie gut und wächst daher auch auf Waldwegen und Heiden. Sie bildet eine eiförmige Kapselfrucht, die die winzigen Samen enthält. Diese wiederum quellen nach Berührung mit Wasser auf und entwickeln eine Klebefähigkeit, die sie an Fell und Federn haften lässt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Segge kleiner

 

 

 

Verschiedene Seggenarten

Vom Bund deutscher Staudengärtner wurde die Segge zur „Staude des Jahres 2015“ gewählt. Seggen kommen in zahlreichen Arten vor, von denen einige sowohl an feuchte als auch an trockenere Standorte angepasst sind. Sie gelten als recht pflegeleicht und daher beliebt für den heimischen Garten. Herbstlaub kann als Humus verwendet werden, ein Rückschnitt ist nicht immer erforderlich. Die zahlreichen wintergrünen Arten benötigen allerdings auch in der kalten Jahreszeit eine ausreichende Zufuhr an Wasser. Weltweit gibt es weit über 1000 Seggenarten, in Deutschland kommen etwa 100 Arten vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Farne

  

Dornfarn kleiner

 

 

 

Gewöhnlicher Dornfarn

Der Gewöhnliche Dornfarn wird auch Karthäuserfarn genannt, da er in der Gegend um Grenoble, dem Zentrum des Karthäuserordens, im 18. Jahrhundert von einem gewissen Dominique Villars zum ersten Mal beschrieben worden ist. Man findet ihn in Erlen-, Kiefern- und Eichenwäldern, teilweise in der Nähe oder sogar unmittelbar auf Baumstümpfen. Auch in Bruchwäldern oder an Moorrändern kommt er vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Echter Wurmfarn

 

 

Echter Wurmfarn

Den Namen Wurmfarn hat er erhalten, da die Wurzel zur Anwendung gegen Bandwürmer verwendet wurde. Bei solchen Wurmkuren sollte man aber Vorsicht walten lassen, da Wurzelstock, Blattstiele und die jungen Pflanzen giftig sind. Daneben spielte der Farn auf dem Gebiet des Aberglaubens in der Vergangenheit eine bedeutsame Rolle. So wurde er als Irrwurz bezeichnet, weil man sich im Wald verlaufen würde, wenn man auf den Farn tritt. Farnkraut im Bett soll Milben, Wanzen und Läuse fernhalten.

 

 

 

 

 

 

Adlerfarn

 

 

 

Adlerfarn

Schüchtern ist der Adlerfarn nicht. Allein durch seine Größe von bis zu 2 Metern (manchmal sogar 4 Metern) tut er sein Möglichstes, um aufzufallen und sich von anderen Farnen zu unterscheiden. Der Adlerfarn kommt überall auf der Welt außer in Polarregionen und Wüsten vor. In Gegenden, die zu Niederschlag neigen (Irland, Schottland), kann er sogar ganze Landschaften prägen. Man findet ihn in lichten Wäldern, an Waldrändern oder in Gebüschen. Auf nicht genutzten landwirtschaftlichen Flächen kann er sich stark ausbreiten und dadurch eine erneute, spätere Nutzung verhindern. Und auch beim Adlerfarn ist Vorsicht geboten: die gesamte Pflanze ist giftig.