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Salweide

Der Name der Salweide leitet sich vom althochdeutschen Wort für Weide (salaha) ab. Sie findet sich in ganz Europa, vom norddeutschen Tiefland bis zu den Alpen in 2000m Höhe. Hauptsächlich kommt sie in Laub- und Tannenwäldern mit nährstoffreichen Böden vor. An geeigneten Standorten erreicht sie eine Wuchshöhe von bis zu 15 Metern, in der Regel aber zwischen 2 und 10 Metern. Von der Salweide ernähren sich fast 100 Schmetterlingsarten, überwiegend im Raupenstadium. Und auch für Bienen stellt sie schon früh im Jahr eine wichtige Nahrungsgrundlage dar.

 

 

 

 

  

 

 

Ohrweide

 

 

 

Ohrweide

Die Ohrweide wird auch Öhrchen-Weide oder Salbei-Weide genannt, erreicht eine Höhe von 3 Metern und wächst auf feuchten Sand- und Lehmböden in Flachmooren oder Quellsümpfen. Sie bevorzugt sonnige Standorte, gedeiht aber auch in Gesellschaft etwa von Salweide und Moorbirke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grauweide

 

 

 

 

Grauweide

Die Grauweide wird auch als Aschweide bezeichnet und erreicht Höhen von bis zu 6 Metern. Freistehend zeichnet sie sich durch eine Halbkugelform aus und ist damit schon von weitem erkennbar. Nach dem Laubaustrieb im Frühjahr hat sie ein grau-grünes Erscheinungsbild, auf das ihr Name zurückzuführen ist. Sie kommt in Europa und Westsibirien vor und wächst bevorzugt in Sümpfen, Mooren und an stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Sie blüht früh im Jahr und ist daher auch wichtig für Hummeln, Honigbienen und Wildbienen.

 

 

 

Bruchweide

 

Bruchweide

Die Bruchweide verdankt ihren Namen der Tatsache, dass ihre dünnen Äste leicht brechen können – weshalb man sie zusätzlich auch noch Knack-Weide nennt. Sie wächst bevorzugt an Bachläufen, wo sich durchaus auch vermehrt weitere Exemplare ansammeln: Die abgebrochenen Äste werden fortgespült, wurzeln am Ufer und bilden neue Triebe. Das weiche Holz der Bruchweide dient unter anderem der Herstellung von Prothesen oder Holzschuhen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Flatterulme 3

 

Flatterulme

Die sommergrüne Flatterulme erreicht Höhen von bis zu 35 Metern. Sie wächst auf feuchten und nassen Böden in Flussauen, verträgt sogar langanhaltende Überflutungen mithilfe sogenannter Brettwurzeln, die die mangelnde Kohlenstoffdioxidversorgung ausgleichen. Vom Ulmensterben, hervorgerufen durch den Ulmensplintkäfer, ist die Flatterulme wegen bestimmter Inhaltsstoffe ihrer Rinde weitaus weniger betroffen als andere Ulmen. Gleichzeitig stellt sie für den Ulmenblattfloh den einzigen Lebensraum dar und spielt damit eine nicht unwesentliche Rolle für den Artenschutz.

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Bergahorn

 

 

Bergahorn

Der Bergahorn ist eine sogenannte Solitärpflanze, die ihre Umgebung optisch dominiert, weil sie sich etwa durch eine besondere Höhe auszeichnet. Auf Deutschlands Baum des Jahres 2009 trifft dies definitiv zu: er kann über 30 Meter hoch werden und ein Alter von über 500 Jahren erreichen. In Mitteleuropa ist er die häufigste Ahornart, findet dabei aber hauptsächlich in mittleren und höheren Lagen Verbreitung. In der Norddeutschen Tiefebene kommt er nur vor, weil er vom Menschen dort angesiedelt worden ist. Die Raupen von Ahorneule und Ahornspanner ernähren sich von den Blättern des Bergahorns, die Ahornminiermotte lebt in seinen Früchten, verschiedene Wildbienenarten ernähren sich vom Nektar.

 

Sandbirke kleiner

 

Sandbirke

Die Sandbirke wird auch als Hängebirke, Weißbirke oder Warzenbirke bezeichnet und war der Baum des Jahres 2000. Sie stellt wenige Ansprüche an ihren Standort, wächst auf sauren, trockenen Böden. Vor allem als Jungbirke hat sie aber einen hohen Wasserverbrauch. Konkurrenz mit anderen Bäumen ist sie kaum gewachsen, sie ist daher auch auf extremeren Böden (etwa in Mooren) zu finden, auf die sie verdrängt wurde. Dafür ist sie in Mitteleuropa der wichtigste Pionierbaum, der sich als erster auf Brach- und Trümmerflächen ansiedelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MoorbirkeMoorbirke

Die Moorbirke ist kennzeichnender Baum für Moor- und Bruchwälder, wächst bevorzugt in vollem Licht und auf feuchten bis nassen Böden. Sie verträgt auch eine schlechte Nährstoffversorgung, was sie zusammen mit ihrem schnellen Wachstum zu einem Pionierbaum macht, der neuentstandene Lebensräume (etwa nach Bränden) schnell erschließt. Das Holz der Moorbirke ist sehr beliebt für den Möbelbau, wird aber nur für den Innenbereich verwendet, da es sich ansonsten schnell zersetzt. Auch als Heilpflanze findet sie Verwendung, Tees und Säfte aus den Blättern dienen etwa zur Behandlung der Nieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schwarzerle

Die Schwarzerle ist anderen Laubbäumen bei nassen Bedingungen überlegen. Auch sie ist ein Pionierbaum, der neue Lebensräume schnell besiedelt. Für den Menschen hat die Schwarzerle seit Jahrhunderten eine besondere Bedeutung, nicht zuletzt weil sie in Mooren und anderem unwegsamen Gelände wächst, das als unheimlich gilt. Im Frühmittelalter wurden beispielsweise vier Erlenstäbe über dem Kopf eines Verurteilten zerbrochen und in verschiedene Richtungen geworfen, um ihn aus der Gemeinschaft zu verstoßen. Davon leitet sich die Redewendung über jemandem den Stab brechen ab.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Vogelbeere

Im Jahr 1997 war die Vogelbeere (oder Eberesche) Deutschlands Baum des Jahres. Sie kommt auf Lichtungen und an Waldrändern vor, in Norddeutschland besonders in Verbindung mit Wallhecken, sogenannten Knicks. Für zahlreiche Vogel- und Säugetierarten ist die Vogelbeere eine wichtige Futterquelle. Nagetiere wie Siebenschläfer oder Haselmaus legen sich Wintervorräte der Früchte an, Rehe und Hirsche ernähren sich von Blättern und Knospen. Für die Germanen war die Vogelbeere ein heiliger, dem Gott Thor geweihter Baum. Die Kelten bepflanzten ihre Orakel- und Richtplätze mit der Vogelbeere, die sie auch als Symbol des Frühjahrserwachens betrachteten.

 

 

 

 

Schwarzer Holunder

 

 

 

 

Schwarzer Holunder

Der Schwarze Holunder gehört in Mitteleuropa zu den häufigsten Straucharten und wird in Norddeutschland auch als Flieder bezeichnet. Zum ersten Mal beschrieben wurde er vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné im Jahr 1753. Die Beeren des Holunders gelten als schwach giftig, deren roher Verzehr beim Menschen zu Erbrechen und Durchfall führen kann. Daher sollten sie vor der Zubereitung erhitzt werden – in Norddeutschland kocht man aus den Beeren beispielsweise eine Fliederbeersuppe.

 

 

 

 

 

Stieleiche

 

 

 

Stieleiche

Die Stieleiche, auch Deutsche Eiche genannt, ist die in Mitteleuropa am weitesten verbreitete Eichenart und wurde 1989 zum ersten „Baum des Jahres“ gekürt. Sie kann bis zu 40 Meter groß werden mit einem Stammdurchmesser von bis zu 3 Metern und ein Alter zwischen 500 und 1000 Jahren erreichen. Die Stieleiche erhält durch ihre starken Pfahlwurzeln eine enorme Sturmfestigkeit. Dies spielt gerade in Bezug auf den Mythos der Eiche eine besondere Rolle: bis heute gilt sie in vielen Kulturen Europas als Symbol für Standhaftigkeit, Weisheit, Wahrheit, Treue und Heldentum. Daneben ist sie ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Insektenarten sowie Nahrungsgeber für Vögel und Säugetiere.

 

 

  

 

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Rotbuche

Die Rotbuche ist die einzige in Mitteleuropa heimische Buchenart, daher wird sie häufig einfach nur Buche genannt. Die Verbreitung der Buche erfolgt durch sogenannte Hähersaaten: Eichelhäher, aber auch Eichhörnchen, sammeln im Herbst die Früchte und vergessen sie dann in ihren Verstecken. In früheren Zeiten war die Buche Hauptbrennholzlieferant und diente zur Produktion von Holzkohle und Pottasche, die zur Glasherstellung verwendet wurden. Auch das Wort Buchstabe leitet sich von ihr ab: die Germanen ritzten ihre als Runen bezeichneten Schriftzeichen in kleine aus Buchenholz geformte Stäbchen.

 

 

 

 

 

 

 

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Stechpalme

Zweige und Früchte der Stechpalme werden in Großbritannien und Nordamerika als Weihnachtsdekoration verwendet. Allerdings sollte man bedenken, dass ihre Blätter und die roten Früchte als stark giftig gelten. Sie bildet einen 1 Meter hohen Strauch oder einen bis zu 15 Meter hohen, dicht verzweigten Baum. Sie ist immergrün und galt damit schon für Kelten, Germanen und Römer als Inbegriff des ewigen Lebens. Das harte, schwerspaltige Holz wurde zu Spazierstocken verarbeitet – Goethes daraus gefertigtes Exemplar wird bis heute in Weimar aufbewahrt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hainbuche

Die Hainbuche gehört zur Familie der Birkengewächse und ist nicht mit der Rotbuche verwandt. Die Hainbuche neigt zu Stockausschlag, das heißt, dass nach starkem Rückschnitt die Triebe neu aus dem Stumpf austreiben. Durch diese Regenerationsfähigkeit gilt sie als ideale Pflanze zur Anlage von Hecken. Die Hainbuche wird auch als Hagebuche (althochdeutsch haganbuoche) bezeichnet, weil man früher Abgrenzungen von Feldern oder Viehweiden mit dicht gepflanzten Hainbuchen als Hag bezeichnete. Ihr hartes und zähes Holz wurde in den Anfängen der Buchdruckerkunst zur Herstellung von Drucklettern verwendet.

 

 

 

 

 

 

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Esche

Die in Europa heimische Gemeine Esche zählt mit einer Wuchshöhe von bis zu 40 Metern zu den höchsten Laubbäumen auf dem Kontinent und kann 200 Jahre alt werden. Das Holz der Esche gilt als zäh, elastisch und nicht splitternd – beste Voraussetzungen zur Anwendung in der Möbeltischlerei. In der Vergangenheit verwendete man das Holz allerdings für weniger gemütliche Zwecke: man baute daraus Lanzen, Speere und Pfeile. In der altisländischen Heldensage Edda verkörpert sie als Weltenbaum Yggdrasil den gesamten Kosmos: „Diese Esche ist der größte und beste von allen Bäumen: seine Zweige breiten sich über die ganze Welt und reichen hinauf über den Himmel.“

 

 

 

 

 

 

Echter Hopfen kleiner

 

 

Echter Hopfen

Der Echte Hopfen wächst in seiner Wildform besonders auf stickstoffreichen Böden mit hoher Feuchtigkeit in Auwäldern, an Waldrändern oder Gebüschen. Angebaut wird der Hopfen vor allem für einen Zweck: zum Bierbrauen. Urkundlich erwähnt wurde der Hopfenanbau erstmals im 8. und 9. Jahrhundert n. Chr. – als Brauzusatz findet sich die erste Erwähnung gegen Ende des 11. Jahrhunderts. Die Hallertau, das heute in Deutschland bekannteste (und zugleich das weltweit größte zusammenhängende) Anbaugebiet, liegt in Bayern. Im August und September findet die dreiwöchige Erntezeit statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Amerikanische Traubenkirsche

Die Amerikanische Traubenkirsche war ursprünglich in Europa nicht heimisch, hat sich hier nach ihrer Anpflanzung im 17. Jahrhundert aber selbständig stark und unkontrolliert ausgebreitet. Sie ist vor allem in lichten Wäldern und Ufergebüschen anzutreffen, benötigt Sand- und Lehmboden und kommt auch mit vereinzelten Überschwemmungen zurecht. Mittlerweile wird vielfach versucht, ihren Bestand zu verringern, weil sie durch ihre dichte Strauchschicht forstwirtschaftliche Arbeiten erschwert.