Aal

Aal

Aale sind Wanderfische, die flussabwärts ziehen, ihr Erwachsenenleben in Süßgewässern verbringen, schließlich aber zum Laichen ins Meer wandern. Aale werden in der Regel 40 bis 90 cm groß, maximal jedoch 2 Meter. Der Europäische Aal wandert zum Laichen in die Sargasso-See südlich der Bermuda-Inseln. Von dort erreichen die Larven die europäischen Süßgewässer erst, nachdem sie drei Jahre über den Atlantik gedriftet sind. Mit 8 bis 15 Jahren erreichen sie ihre Reife, wandern dann aber bereits wieder zurück in die Sargasso-See.

 

 

Aland Aland, Orfe, Nerfling

Der Aland, Österreichs Fisch des Jahres 2004, ist in fast ganz Mittel- und Osteuropa zu finden. Dabei gilt er als typischer Fisch im Unterlauf norddeutscher Flüsse, der sich an verschiedene Gewässer anpassen kann und sich ebenso im Süßwasser wie im Brackwasser (Ostsee) wohlfühlt. Als Nahrung bevorzugt er Insektenlarven, Schnecken, Muscheln und kleinere Fische.

 

BachforelleBachforelle

Als Unterart der Forelle ist die Bachforelle ein Raubfisch, der sich in der Regel von Insekten und kleineren Fischen oder Krebstieren ernährt – obschon Kannibalismus unter Bachforellen keine Seltenheit ist. Ein beliebter Speisefisch ist sie aber auch für den Menschen, der sie vorzugsweise mit Kunstködern (Blinker, Spinner) befischt. Die Bachforelle laicht zwischen Oktober und Januar, wobei die Weibchen ihre über 5.000 Eier in kleinen Kiesnestern ablegen.

 

Bachneunauge Bachneunauge

Das Bachneunauge besticht vor allem durch seine Beständigkeit: es existiert seit mehr als 400 Millionen Jahren und hat sich dabei offenbar nicht wesentlich verändert. Nahrung nimmt es nur im drei bis fünf Jahre dauernden Larvenstadium auf. Bei der Umwandlung zum Erwachsenenstadium bildet sich unter anderem der Darm zurück. Nahrungsaufnahme findet nicht mehr statt, die Konzentration gilt von nun an der Fortpflanzung. Eigentlich hat es auch nur ein wirkliches Auge, aber zusammen mit den 7 Kiemenöffnungen und der Nasenöffnung werden 9 „Augen“ gezählt.

 

Barsch Barsch

Barsche werden maximal 51 cm groß und erreichen ein Gewicht von knapp 5 kg. Sie zeichnen sich durch getrennte Rückenflossen aus, wobei die erste sehr stachelig ist. Die Fortpflanzung findet zwischen April und Juni in flachem Wasser statt. Die Weibchen können dabei bis zu 199.000 Eier tragen, die wiederum zwei bis drei Jahre reifen. Barsche können bis zu zehn Jahre alt werden.

 

BrachseBrachse

Brachsen kommen besonders in stehenden oder langsam fließenden Gewässern vor. Sie weisen einen scheibenförmigen Körperbau, einen dunkel gefärbten Rücken und einen hellen Bauch sowie mit Schleim bedeckte Schuppen auf. Weil sie sehr grätenreich sind, gelten Brachsen eher als unbeliebte Speisefische.

 

 

Döbel Döbel

Der Döbel gehört zu den Karpfenfischen und ist ein Allesfresser. Er ernährt sich ebenso von Algen und Wasserpflanzen wie von Insekten, Schnecken, Muscheln oder Würmern. Angeln lässt er sich aber offenbar auch mit Früchten wie Kirschen, Pflaumen oder Weintrauben. Die Laichzeit des Döbels erstreckt sich von April bis Juni, bis zu 100.000 Eier werden dann an Pflanzen oder im Kiesgrund abgelegt. Je nach Region, in der er vorkommt, werden ihm unterschiedliche Namen zugeordnet. So wird er auch Aitel, Rohrkarpfen, Dickkopf oder Knilps genannt.

 

Flunder Flunder

Die Flunder ist ein asymmetrischer Plattfisch, dessen (in der Regel) rechte Seite zur Oberseite geworden ist. Verwandt ist sie mit den Barschen, hat ihre heutige Form aber schon vor etwa 50 Millionen Jahren angenommen. Sie kommt auch in Flussmündungen und Tieflandflüssen vor, die vom Meer aus leicht erreichbar sind. Sie lebt in Brackwassergebieten (Flussmündungen), verträgt aber auch reines Süßwasser. Die Weibchen tragen bis zu 2 Millionen Eier. Die Larven leben etwa 50 Tage frei im Wasser, dann sinken sie zu Boden und nehmen ihre flache Gestalt an.

 

Flussneunauge Flussneunauge

Das Flussneunauge ist mit dem Bachneunauge verwandt, wird von diesem aber anhand der Größe und der Bezahnung der Mundscheibe unterschieden. Durch Verschlechterung der Wasserqualität ist das Flussneunauge ebenso vom Aussterben bedroht wie durch Wanderbarrieren – denn im Herbst wandert es in Flussoberläufe, um dort zu überwintern und im Frühjahr zu laichen.

 

Gründling Gründling

Der gesellige Gründling, ein Karpfenfisch, ist in West- und Nordeuropa verbreitet, sowohl in schnell fließenden als auch stehenden Gewässern. Er lebt auf dem Grund und ernährt sich von Insektenlarven, Weich- und Krebstieren. Er erreicht ein Alter von maximal 8 Jahren und ein Höchstgewicht von 100 Gramm.

 

Güster Güster, Blicke

Die Güster ist ein Schwarmfisch, der sich in stehenden oder langsam fließenden Gewässern heimisch fühlt und sich dort vor allem in Ufernähe zwischen Wasserpflanzen bewegt. Durchschnittlich erreichen Güstern eine Größe von 20 cm, ein Gewicht von bis zu 350 g und ein Alter von etwa 10 Jahren. Als Nahrung dienen besonders Würmer, Weichtiere und Insektenlarven.

 

Hasel Hasel

Der Hasel ist eine Karpfenart und hält sich besonders gerne in klaren, sauerstoffreichen Fließgewässern auf. Er bewegt sich schwarmweise nahe der Wasseroberfläche und gilt als einer der besten Schwimmer unter den Karpfenfischen. Weibchen tragen bis zu 20.000 Eier, die aufgrund ihrer klebrigen Konsistenz an Steinen und Wasserpflanzen haften.

 

Hecht Hecht

Hechte sind äußerst gefräßige Raubfische mit Hang zu Kannibalismus, was dazu führt, dass über 90 % der Junghechte durch eigene Artgenossen gefressen werden. Sein für die Jagd perfekt angepasster Körper erlaubt ihm beim Angriff enorme Geschwindigkeiten. Er kommt überall in Europa vor und bevorzugt dabei klare Seen und langsam fließende Flüsse. Er ernährt sich aber nicht nur von eigenen Artgenossen sondern auch von anderen Fischen, Krebsen oder Fröschen.

 

Karpfen Karpfen

Der Karpfen war ursprünglich kein europäischer Fisch, sondern wurde von den antiken Römern aus Asien hierhin gebracht. Mittlerweile ist er durch Zucht auch in viele andere Länder eingeführt worden. Man findet ihn in Teichen, Seen und langsam fließenden Flüssen. Dabei bevorzugt er einen weichen Bodengrund, wo er auch seine Nahrung findet: Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse und Insektenlarven.

 

Meerforelle kleinerMeerforelle

Die Meerforelle kommt an den nördlichen Küsten Europas von der Ostsee bis zur Biskaya vor, wo sie große Strecken wandert und zum Laichen auch kleine Flüsse erreicht. Nach zwei Jahren in den Flüssen wandern die jungen Meerforellen ins Meer, kehren aber nach weiteren maximal sechs Jahren in ihre Geburtsgewässer zurück.

 

Rotauge Rotauge, Plötze, Schwal

In Osteuropa ist das Rotauge ein beliebter Speisefisch. Weil es aber viele kleine Gräten hat, wird es häufig zu Frikadellen verarbeitet oder mehrere Tage in Essig eingelegt, um so die Gräten aufzulösen. Seinen Namen verdankt das Rotauge der Tatsache, dass es eine leuchtend rote Iris besitzt. Überdies ist es eine äußerst anpassungsfähige Fischart, die in stehenden oder fließenden Gewässern, aber auch im Brackwasser von Nord- und Ostsee vorkommt. Hochgebirgsseen und Gewässer mit starker Strömung werden dagegen gemieden.

 

Rotfeder Rotfeder

Die Rotfeder ist dem Rotauge ähnlich, kann von diesem aber vor allem durch ihr goldgelbes bis orangefarbenes Auge unterschieden werden. In mehreren Bundesländern zählt die Rotfeder zu den gefährdeten Arten, nicht zuletzt, weil sie empfindlich auf Industrieabwässer reagiert und daher gerade aus Flussunterläufen verschwunden ist. Die Weibchen der Rotfedern laichen an Wasserpflanzen, in der ersten Lebensphase bilden die Larven riesige Schwärme im Uferbereich. In diesen Schwärmen kann es mitunter auch zu Mischungen mit anderen an Wasserpflanzen laichenden Arten wie Rotauge oder Güster kommen – dabei können Bastarde entstehen, die sich nur schwer bestimmen lassen.

 

Schleie Schleie

Die Schleie gilt als enorm anpassungsfähig. Geringen Sauerstoffgehalt verträgt sie ebenso gut wie hohe pH-Werte. Im Sommer würde sie ansonsten auch Probleme bekommen: sie lebt vorwiegend am Grund langsam fließender oder stehender Gewässer, wo in der warmen Jahreszeit Sauerstoffmangel zu erwarten ist. Die Schleie kann über 20 Jahre alt werden, allerdings dürften nicht alle Fische ein solches Alter erreichen, da sie wegen ihres zarten Fleisches ein sehr beliebter Speisefisch ist.

 

Stichling Dreistachliger Stichling

Dieser gefährlich klingende Name ist auf seine drei einzelnen Stacheln auf der Rückenflosse zurückzuführen. Bei einer durchschnittlichen Körpergröße von 5 bis 8 cm und einem Durchschnittsgewicht von 3 g ist er aber nur für kleinere Lebewesen wie Insektenlarven und Würmer gefährlich. Er lebt gerne in pflanzenreichen Gebieten stehender oder langsam fließender Gewässer; Süßwasser und küstennahes Salz- und Brackwasser sind für ihn jedoch auch kein Problem. Schuppen hat er keine, er verfügt stattdessen über quer gestellte Knochenplatten – manche Vertreter haben aber auch das nicht und sind nackt.

 

Ukelei Ukelei

Was dem Ukelei an Körpergröße und Gewicht fehlt (10-15 cm bzw. 20 g), macht er durch eine Vielzahl weiterer Namen wett: er wird auch Laube, Blecke, Maiblecke, Ablette, Weißfisch, Zwiebelfisch, Laugele oder Silberfisch genannt. Silberfisch deswegen, weil man früher aus den Schuppen sogenanntes Fischsilber gewonnen hat, um daraus künstliche Perlen herzustellen. Daneben eignet er sich auch als Köderfisch, etwa um Zander zu angeln.